Über mich

Seit fünfundzwanzig Jahren bin ich als  freischaffende Künstlerin tätig. In den vergangenen dreißig Jahren habe ich ein breites Spektrum an künstlerischer Ausbildung und Berufserfahrung in den Bereichen Malerei und Theater gesammelt.

Diese Zeit war im Wesentlichen von zwei Dingen geprägt. Den Anforderungen, die die Arbeit am Theater an mich stellte, zum Beispiel ein hohes Maß an Reisetätigkeit, und meiner Verantwortung als Mutter.
Mein Sohn Moritz hat sich im Kleinkindalter beim Spielen einen Schädelbasisbruch zugezogen und sich dabei so schwer verletzt, dass er am Schädel notoperiert werden musste.
Er benötigte nun sehr viel mehr Unterstützung und Begleitung auf seinem Weg durch die Kindheit und Jugendzeit. Seine seelische, motorische und kognitive Entwicklung stagnierte so sehr, dass er den Ansprüchen unserer Gesellschaft nicht mehr folgen konnte und es begann für ihn eine lange Odyssee… 

Inzwischen ist mein Sohn erwachsen und findet langsam seinen Platz im Leben. Durch Moritz Schicksal und den damit verbundenen Konsequenzen für ihn als  auch für mich, habe ich Einblick erhalten in unterschiedlichste gesellschaftliche Zusammenhänge.

Diese vielfältigen Erfahrungen sind zu einem wichtigen Bestandteil meiner Arbeit geworden.

Kreativ sein, seinen Gefühlen Ausdruck verleihen, sich selbst spüren, ob auf der Bühne oder auf der Leinwand , spüren dass man selbst etwas schaffen kann, etwas das einen Wert für einen selbst als auch für andere besitzt. Dafür gilt es Raum zu schaffen. Einen Raum auf der Leinwand, einen Raum auf der Bühne – einen Raum frei von Angst, frei von dem Gefühl ausgegrenzt zu sein – einen Raum in dem jeder ein kostbarer Teil von etwas Ganzem sein kann.

KUNST ist für mich etwas Wesentliches wie Atmen, Essen, Schlafen und Lieben. Sie bietet mir einen schöpferischen Frei-Raum für Muse und Kreativität. Einen Raum, in dem ich mit Freude und Kreativität der weißen Leinwand Leben einzuhauchen vermag, eintauchen kann in die Welt der Farben und Formen. Kunst lehrt mich, meinen eigenen kreativen Impulsen zu folgen, den Mut zu haben, auf das eigene Gefühl zu horchen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Malerei ist für mich eine wunderbare Möglichkeit mein Innenleben zu erforschen und mich selbst besser kennen zu lernen. Es geht mir nicht darum, die Realität exakt wiederzugeben, sondern meinen ganz ureigenen Weg des künstlerischen Ausdrucks zu finden, und damit spielerisch eigene Grenzen zu überwinden. 
ART WITHOUT BORDERS!

Das THEATER ist ein Feld, auf dem wir uns als Menschen begegnen können, jenseits vom allgegenwärtigen Effizienzgedanken…Vielmehr stellt sich für mich die Frage nach dem Menschen und seiner Menschlichkeit, mit all seinen Gefühlen, seiner Fantasie, seiner Hingabe und seiner Kreativität, die man im Alltag so oft bändigen muss, oder von deren Vorhandensein viele gar nichts wissen. Es spielt keine Rolle ob wir groß oder klein, stark oder schwach, klug oder weniger klug, schön oder nicht so schön, witzig oder nicht so witzig, ob wir auf einem oder zwei Beinen durchs Leben gehen. Es spielt keine Rolle, ob wir brillante Redner oder schüchterne Schweiger sind. Beim gemeinsamen Theater-Spiel lernen wir uns selbst und ebenso "den Anderen"  besser kennen. Sich selbst besser kennenlernen bedeutet, dass man sich die Erlaubnis erteilt, ausprobieren zu dürfen, völlig egal, ob es gut oder schlecht ist. Sich selbst besser kennen zu lernen, bedeutet es zu wagen bis an vermeintliche Grenzen zu gehen, mit diesen Grenzen zu spielen, sie spielerisch zu umgehen. Sich etwas getrauen, etwas erfinden, was man so im "richtigen" Leben nicht ohne  weiteres tun würde. Wenn wir ausprobieren dürfen, machen wir die vielfältigsten Erfahrungen. Wir lernen zum Beispiel, dass kreativ sein Spaß macht, und Lösungen bereit hält für viele als schwierig empfundene Situationen.  Wir hören auf uns so viele Gedanken zu machen, verlieren uns ganz im Theater-Spiel und in der Begegnung mit uns und den Anderen, erleben uns als eine Gemeinschaft, in der jeder seinen Wert hat und unverzichtbarer Bestandteil ist, für das Gelingen des Theaterabends.
Einzigartig und besonders sein, und trotzdem Teil eines "Großen Ganzen".

Vita

1964
in Freiburg geboren
1983
Abitur
1989
Mitbegründung und künstlerische Leitung des "Theater Zerberus"
1986-91
Studium der Malerei in Freiburg bei Raul Bustamente (Chile) und Nelson Leiva (Barcelona), in Salzburg bei Emilio Vedova (Venedig), Oswald Oberhuber (Wien), Nancy Spero und Leon Golub (New York), in Paris an der "Ecole nationale superieure des Beaux Arts" bei Pierre Matthey
1992
Aufnahme in den Berufsverband Bildender Künstler (BBK)
1993-96
Studium der Theaterregie an der "Hochschule für Musik und darstellende Kunst" in Frankfurt/Main bei Prof. Hans Hollmann (Basel) und Prof. Peter Iden (Frankfurt) und Hans-Jürgen Drescher (Suhrkamp-Verlag)
1996
Abschluss mit Diplom
2006
Aufnahme in die GEDOK
Stipendien und Förderungen
1995/96
Stipendiatin des "Cusanuswerks", Bonn
2000
Macbeth – Am Anfang war der Mord" (Theater Zerberus) - Projektförderung der Stadt Freiburg, Kulturamt
2001
"Medea – Stimmen" Bühnenfassung autorisiert von Christa Wolf, (Theater Zerberus)
- Projektförderung der Stadt Freiburg, Kulturamt
- Projektzuschuss des "Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst", BaWü
2002
"Es ist schön – man müsste ein Baum sein", Alberto Giacometti
- Projektförderung der Stadt Freiburg, Kulturamt
- Projektzuschuss des "Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst", BaWü
- Förderung durch den "Fonds darstellender Kunst", Bonn
2008
"Im Wunderland Alice", ein grenzüberschreitendes Theaterprojekt, mit Patienten und Mitarbeitern psychiatrischer Kliniken
- Projektförderung durch die Europäische Gemeinschaft "INTERREG"
- Projektförderung durch die Robert-Bosch-Stiftung
- Auszeichnung des französischen Ministeriums für Kultur als Beitrag des Jahres "Interkultureller Beitrag 2008"
Ausstellungen
1990
Erste Einzelausstellung in der " Galerie Augustin", Hofheim/Taunus
1992
Einzelausstellung "Wasserschloss Krefeld" während der "Tage für Neue Kunstwege, Neue Musik und Kultur"
1993
- Jurierte Ausstellung in der "Städtischen Galerie im Marienbad", BBK-Freiburg, Ausstellungsbeteiligung
- jurierte Ausstellung im " Heidelberger Schloss", BBK Heidelberg, Ausstellungsbeteiligung
- Einzelausstellung im Rahmen des "Kultursommers Rheinland-Pfalz" im "Alten Stadtsaal" Speyer
1995
Ankauf von zwei Gemälden (Öl auf Leinwand, 165 X 195) durch das Land Baden- Württemberg, Kunst an staatlichen Gebäuden
1997
Einzelausstellung im "Gallus-Theater" Frankfurt/Main
2000
Ausstellung im Rahmen der Städtepartnerschaft Freiburg/Granada in der Caja Rural de Granada, gemeinsam mit Herbert Maier, Freiburg
Inszenierungen
1995
"Schule mit Clowns" von F. K. Waechter, Staatstheater Wiesbaden
Inszenierung, Bühne und Kostüme
1996
Yerma" von Federico Garcia Lorca, Theater Zerberus Freiburg
Inszenierung, Bühne und Kostüme
1997
"Ich, Feuerbach" von Tankred Dorst, Badisches Staatstheater, Großes Haus
Inszenierung, Bühne und Kostüme (Diplomarbeit, Abschluss meines Regie-Studiums)
2001
"Medea" von Christa Wolf, Theater Zerberus Freiburg
Bühnenfassung (von Christa Wolf autorisiert), Inszenierung, Raum und Kostüme
2001
"Macbeth – Am Anfang war der Mord", Theater Zerberus Freiburg
Textbearbeitung, Inszenierung, Raum und Kostüme
2002
Alberto Giacometti – "es ist schön, man müsste ein Baum sein." Theater Zerberus Freiburg
Eine Performance
Konzeption, Inszenierung, Raum und Kostüme
2008
"Jeux de massacre", Eugen Ionesco, 12.Klass-Spiel der "Integrativen Walddorfschule Emmendingen", Konzeption, Inszenierung, Raum
Bühnenbild und Kostümbild
1985
"Jüdisches Theaterfestival Lyon", Erstes Bühnenbild für eine freie Theatergruppe aus Paris
1994
"Die Dreigroschenoper" von Berthold Brecht, Schauspielhaus Frankfurt/Main
Fernsehaufzeichnung und Ausstrahlung u.a. in Arte, 3Sat, ORB, hr3
Inszenierung: Hans Hollmann
1995
"EL Retablo de Maese Pedro" und "El Amor Brujo" von Manuel de Falla, Kammeroper im Rathaushof Konstanz, Stadttheater Konstanz
1998
"Jenufa", Oper von Leos Janacek, Theater Basel, Großes Haus
Inszenierung: Hans Hollmann
2004
Antigone" von Hölderlin, Theater Augsburg, Großes Haus
Inszenierung: Antje Lenkheit
2008
"Alice au pays des merveilles", grenzüberschreitendes Kulturprojekt im Krankenhaus, Centre hospitalier de Rouffach (F), Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel (CH), Zentrum für Psychiatrie in Emmendingen (D) in Zusammenarbeit mit "Theater Zerberus" Freiburg, "Theatre de Jeune Public" Straßburg, Universität Basel, Universität Freiburg
Kostümbild
1993
"Von der unerbittlichen Zufälligkeit des Todes", Ein szenisches Oratorium von Ulrich Gasser mit Texten von Claudius, Goethe, Gryphius, Herder, Hofman von Hofnannswaldau, Hölderlin, Keller, Rilke, und aus dem Buch der Weisheit, für 6 Frauen- und 6 Männerstimmen, 8 Flöten und sechs Klangsteine.
1999
"Zauberflöte II", eine Uraufführung zu Goethes 250. Geburtstag
Co-Produktion "Städtische Bühnen Krefeld-Mönchengladbach" und "Hebbel-Theater" Berlin
Musikalische Leitung: Susanne Stelzenbach
Klanginstallation: Ralf Hoyer
Inszenierung: Thomas Krupa
Lichtdesign: Andreas Jander
2000
"Die mechanische Braut", Oper von Marc Polscher, Uraufführung
Staatstheater Darmstadt
Inszenierung: Thomas Krupa
Bühne: Andreas Jander
2000
"Der Oger" von Veza Canetti, deutsche Uraufführung
Theater Göttingen, Großes Haus
Inszenierung: Andreas Natusius
Bühne: Philipp Kiefer
2001
"Mein Kampf" von George Tabori
Theater Augsburg
Inszenierung: Andreas Natusius
Bühne: Philipp Kiefer
2002
"Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung", Oper von Detlef Glanert
Text von Friedrich Hebbel
Inszenierung: Jens Pesel
Bühne: Mayke Hegger
2005
"Die Geschichte von Macbeth", Tanztheater von Irina Pauls
Stadttheater Freiburg, Großes Haus
Bühne: Andreas Jander
Sonstige Tätigkeiten
1997
"Schultheater-Tage- Freiburg" im "Theater im Marienbad"
Entwurf und Bau eines eigenen Bühnenbildmodells mit Schülern der 10./11. Klasse
1998
"Schultheatertage Freiburg" im "Theater im Marienbad"
Gestaltung des Bühnenraums für die Abschlusspräsentation mit Schülern der Mittelstufe
2000
Freie Mitarbeit bei der "Zeitung zum Sonntag" (ZUS) in Freiburg
Tägliche Veröffentlichung eines von mir neu illustrierten und interpretiertem tagesaktuellen Pressefotos. Gegenüberstellung von Foto und künstlerischer Interpretation.
2001 - 2003
Vorstandsarbeit beim Arbeitskreis Alternative Kultur (AAK) in Freiburg
2001 - 2003
Vorstandsarbeit an der "Michaelschule Freiburg", Förderschule
2008
Schultheaterworkshop im Rahmen der "kulturellen Bildung an Schulen" in der Gertrud-Luckner-Gewerbe-Schule mit Schülern des berufsvorbereitenden Jahres, mit einer öffentlichen Abschluss-Präsentation "Romeo und Julia"
2013
Zusammenarbeit mit "SFUM"-Schule für ungehinderte Musik in Basel.
Bühne und Kostüme für "MUTABOR-störend betörend", ein Musik-Tanz- Projekt für geistig behinderte junge Erwachsene im Rahmen des "Wildwuchsfestivals" im "Theater Roxy" in Basel.
2014/2015
Zweijährige Weiterbildung in Kunsttherapie in Freiburg bei Anita Baum und Markus Hoenninger im "Atelier für Kunst und Schöpferische Prozesse"
2015
Teilnahme an der 25. Kunstmesse im Frauenmuseum in Bonn.
2015/2016
Kunsttherapeutische Begleitung von jesidischen Flüchtlingsfrauen.
Intensive Unterrichtstätigkeit: Malerei Einzelunterricht für Kinder und Erwachsene.
2017
Schul-Theaterprojekt "12. Klassspiel" an der Integratriven Waldorfschule Emmendingen.
Ab September 2017: Dozentin für Gestaltung beim "Internationalen Bund" Freiburg.